Zu Boden geworfen und nachgetreten

…die alltägliche Praxis im Jobcenter Leipzig

Am 18.04.2018 wurde unser Freund Karsten bei dem bloßen Versuch, seine Rechte im „Sozialstaat“ durchzusetzten, gewaltsam aus dem Jobcenter Leipzig geschubst, schikaniert und nachträglich mit einem Hausverbot belegt. Karsten ist selbstständiger Layouter, stockt über das Jobcenter auf und ist mit unter 25 Jahren besonderem Druck beim Jobcenter ausgesetzt. Zusätzlich leidet er seit einiger Zeit unter einer chronischen Krankheit, die es ihm zum Teil unmöglich macht verschiedene Termine wahrzunehmen. Zu Boden geworfen und nachgetreten weiterlesen

Lohnbetrug mit System?

Wie Menschen im Restaurant noch mehr ausgebeutet werden als ohnehin schon

Wir Treffen uns am 02. Juni um 17:45 Uhr an der Thomas Kirche um gemeinsam zum Restaurant zu gehen. Das Restaurant befindet sich in der Ratsfreischulstraße 10 (04109 Leipzig)

Das Restaurant „Alfa“, in der Leipziger Innenstadt, spart sich Personalkosten. Sie lassen einfach kostenlos für sich arbeiten. Wie ist das möglich? Im Fall unseres Freundes Sakis (Name geändert) haben wir erleben müssen, wie das konkret aussehen kann. Er arbeitete zwanzig Tage jeweils zehn bis zwölf Stunden im Restaurant, obwohl er nur für offiziell 2 Stunden pro Tag eingestellt war. Dann ließ er sich für eine Woche freistellen, um nach Griechenland reisen zu können. Dies wurde ihm bestätigt. Als er zurückkam, wurde er gefeuert. Lohnbetrug mit System? weiterlesen

Erfolgreich gegen Abzocke einer Hausverwaltung gewehrt

Manchmal reicht schon das Wissen um Solidarität, um Mut schöpfen zu können.

Das zumindest ist mein persönliches Fazit aus einem erfolgreich geführten Konflikt mit unserer ehemaligen Hausverwaltung.

Die Sache lief folgendermaßen ab:

Da wir vor Kurzem ein Kind bekommen haben, sind wir im Sommer letzten Jahres in ein anderes Viertel und eine etwas größere Wohnung gezogen. Unsere alte Wohnung, die uns sehr am Herzen lag, wollten wir gerne an gute Freunde weitergeben, die ebenfalls auf der Suche nach einer anderen Wohnung waren.

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Kneipenabend, Küfa und Film von Solidarisch Gallus

Kneipenabend, Küfa und Film „Gallus beyond Gallus – Positionen für eine bewohnabre Stadt“

Freitag, 30.03.2018 – ab 19:00 Uhr

Autodidaktische Initiative Leipzig,
Georg-Schwarz-Straße 19

Wir vom Solidarische Netzwerk Leipzig zeigen gemeinsam mit Gallus Solidarisch den Film „Gallus beyond Gallus- Positionen für eine  bewohnbare Stadt“. Am Freitag den 30.03. wollen wir mit vollem  Bauch nach gemeinsamer Küfa die Doku über soziale Kämpfe im Frankfurter Gallusviertel schauen und anschließend bei Limo und Bier mit einigen der Filmemacher*Innen ins Gespräch kommen.

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Repression gegen Jobcenter-Beistand

Kürzlich wollte ein Genosse einen befreundeten Menschen zur U25-Abteilung des Jobcenters in Leipzig begleiten. Die Situation eskalierte schnell, da die hinzugerufene Security den Genossen aus dem Gebäude entfernte. Die Sachbearbeiterin begründete ihr Vorgehen damit, dass sich der Begleiter als legitimer Beistand weigerte, dem Spitzelsystem des Jobcenters Leipzig zu gehorchen und seinen Ausweis vorzuzeigen. Daraufhin setzte die Arbeitsvermittlerin (AV) die jetzt isolierte Person beim Termin extrem unter Druck. Es ist bekannt, was sowas anrichten kann, von epidemisch auftretenden unterschiedlichen Krankheitssymptomen – „Jobcenteritis“ – bis zu Schlimmerem.

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Wir sind auf die Straße gegangen!

Am Samstag, den 26. August sind wir, das Solidarische Netzwerk [Leipzig], auf die Straße gegangen. Nach einem Jahr tüfteln, diskutieren und gemeinsamer Organisierung stellten wir uns der größeren Öffentlichkeit vor. Mit Transparenten, unseren Flyern und Plakaten, einem Jingle und Sekt zogen wir durch den Leipziger Westen, sprachen mit Menschen auf der Straße über unsere Organisierung und sangen Parolen. Später kamen wir mit Mitstreiter*innen bei einem Picknick ins weitere Gespräch. Einige Besucher*innen nutzten dies, um über eine gemeinsame Selbstorganisierung von Eltern auf Demos zu sprechen.

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was uns zusteht | konflikt-ag kaution

Zeit, zusammen zu handeln – Ein Zwischenvermieter  weigert sich die Mietkaution zurückzugeben

Am 14.08. begannen wir, Freund_innen im Konflikt mit ihrem vorherigen Zwischenvermieter Rico A. zu unterstützen. Er weigert sich seit mehr als einem Jahr, diesen Freund_innen aus dem Solidarischen Netzwerk (Leipzig) die Mietkaution für eine Wohnung zurückzuzahlen, die er ihnen untervermietete.

Vorab gab es mehrmalige Versuche, mit Rico A. sachlich ins Gespräch zu kommen. Jedoch ging dieser nicht auf das Anliegen ein, bzw. reagierte gereizt, wenn dann doch eine Kommunikation zustande kam.
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Über uns

Wer wir sind

Das Solidarische Netzwerk [Leipzig] ein Zusammenschluß von Menschen, die keine Lust mehr darauf haben ähnliche Probleme vereinzelt lösen zu müssen. Warum auch? Es klappt viel besser, wenn wir uns gegenseitig helfen und Probleme gemeinsam angehen, uns kollektiv Wissen aneignen und zusammen Lösungsstrategien entwickeln. Stress mit Vermieter*innen,Chef*innen und Sachbearbeiter*innen kennen wir alle. Unsere Probleme sind jedoch nicht individuell verschuldet, sie sind nicht das Ergebnis unseres Versagens. Vielmehr sind sie Ausdruck dieser Gesellschaft, die auf Konkurrenz und Ausbeutung beruht. In der Folge davon fühlen wir uns ohnmächtig und hilflos und stehen Menschen gegenüber, die mehr Macht besitzen als wir.

Was wir machen

Wir stellen immer wieder fest, dass viele Konflikte einem bestimmten Muster folgen und dass andere Menschen in der Vergangenheit gleiche Erfahrungen gemacht haben. Konflikte und Stress im Mietverhältnis, am Arbeitsplatz und mit Behörden kennen wir alle. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir erst dann unsere Interessen durchsetzen können, wenn wir uns gemeinsam wehren und nicht alleine sind. Das solidarische Netzwerk ist dabei keine Beratungseinrichtung. Der Fokus liegt nicht auf trockenen Paragraphen und schnöden Gesetzestexten. Wir wollen gemeinschaftliche Prozesse in Gang setzen und nicht nur an der Oberfläche von dem Kratzen, was hier falsch läuft. Unser Netzwerk lebt aus den gemeinsamen Erfahrungen und Berichten der eigenen Betroffenheit. Das soll heißen, dass wir keine Expert*innen sind und wir auf die Solidarität und das Wissen aller Beteiligten bauen. Wir glauben nicht daran, dass uns die Jobcenter Security irgendwann einfach anlächelt, die Miete in unseren Wohnungen von alleine sinken oder unsere Löhne steigen. Das sind alles Prozesse für die wir selbstbewusst einstehen müssen und das am Besten gemeinsam und organisiert.

Wie wir das machen

Im regelmäßig stattfindenden Anlaufpunkt tragen wir unser Wissen zusammen und diskutieren auf Augenhöhe kreative Möglichkeiten, unsere eigenen Interessen einzufordern und durchzusetzen. Das Ausfüllen von Anträgen, Schreiben von Widersprüchen und Formulieren von Forderungen sind lästige Angelegenheiten, die wir aus der Vereinzelung heraus holen wollen. Unser gemeinsamer Bürotag bietet dafür genug Möglichkeiten, gemütlich bei Kaffee und Tee den Papierberg abzuarbeiten. Zusammen wollen wir unsere Belange in die eigene Hand nehmen und durch direkte Aktionen dort Druck aufbauen, wo Konflikte im konkreten Fall entstehen: Beim Begleiten zum Jobcenter oder zu einem lästigen Amtstermin, beim Einfordern einer zurückgehaltenen Kaution oder nicht ausgezahlten Lohns – wenn es sein muss auch konfrontativ! wir wollen nichts für Andere erledigen, sondern gemeinsam handeln und solidarisch sein. Lasst uns mit dem Solidarischen Netzwerk [Leipzig] eine handlungsfähige Struktur schaffen, die bei der eigenen Betroffenheit ansetzt und Schritte wagt hin zu einer frei(er)en Gesellschaft!